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EBITDA

EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Es zeigt die operative Ertragskraft unabhängig von Finanzierung und Investitionspolitik.

Formel

EBITDA = Betriebsergebnis + Abschreibungen

Wozu die Kennzahl gut ist

EBITDA macht zwei Unternehmen vergleichbar, die unterschiedlich finanziert sind und unterschiedlich viel investiert haben. Wer eine Maschine gekauft hat, trägt hohe Abschreibungen; wer sie least, hohe laufende Kosten. Beim EBITDA fällt dieser Unterschied heraus — deshalb rechnen Banken und Käufer damit.

Beispiel

PositionBetrag
Vorläufiges Ergebnis21.000 €
+ Abschreibungen9.000 €
+ Zinsaufwand1.800 €
EBITDA31.800 €

Bei einer Gesamtleistung von 300.000 € entspricht das einer EBITDA-Marge von 10,6 %.

Wo steht das in deiner BWA?

Als Zeile meist nicht, als Bausteine schon: Abschreibungen und Zinsaufwand stehen in der kurzfristigen Erfolgsrechnung getrennt. Manche Kanzleien weisen das EBITDA auf Wunsch aus — fragen kostet nichts und ist in der Regel kostenfrei.

Die häufigste Fehldeutung

„EBITDA ist der Cashflow.“ Das ist der teuerste Irrtum rund um diese Kennzahl. EBITDA ignoriert Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten — genau die Posten, die Geld binden. Ein Betrieb kann ein hervorragendes EBITDA haben und trotzdem kein Geld auf dem Konto, weil alles in offenen Rechnungen und Lagerbeständen steckt.

Verwandte Begriffe

Nicht verwechseln mit dem Cashflow und dem vorläufigen Ergebnis. Wie beide zusammenhängen, zeigt die Liquiditätsplanung.

Was tatsächlich geflossen ist, zeigt der Cash-Radar — nicht die Ergebnisrechnung.

Zur Liquiditätsplanung

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