Kennzahlen-Glossar
Jeder Begriff ist eine Zeile in deiner BWA.
Elf Begriffe, jeweils in zwei Sätzen definiert — mit Formel, durchgerechnetem Beispiel und der Angabe, an welcher Stelle der Auswertung sie stehen. Plus die Fehldeutung, die am häufigsten vorkommt.
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BWA
Die BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) ist eine monatliche Aufstellung auf Basis der laufenden Buchführung: Umsatz, Kosten nach Gruppen und das vorläufige Ergebnis. Sie ist keine Bilanz und kein Jahresabschluss, sondern eine Zwischenstandsmeldung.
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Cashflow
Der Cashflow ist der Saldo aus Ein- und Auszahlungen eines Zeitraums. Anders als das Ergebnis der Erfolgsrechnung zeigt er, wie viel Geld tatsächlich geflossen ist.
Operativer Cashflow = Ergebnis + Abschreibungen ± Veränderung Working Capital
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Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten
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EBITDA
EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Es zeigt die operative Ertragskraft unabhängig von Finanzierung und Investitionspolitik.
EBITDA = Betriebsergebnis + Abschreibungen
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Gesamtleistung
Die Gesamtleistung ist der Umsatz eines Zeitraums zuzüglich der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierter Eigenleistungen. Sie bildet ab, was tatsächlich erarbeitet wurde — nicht nur, was abgerechnet wurde.
Gesamtleistung = Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen
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Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich der Zahlungsmittelbestand eines Unternehmens in einem Zeitraum verändert hat, aufgeteilt nach operativer Tätigkeit, Investitionen und Finanzierung. Sie beantwortet die Frage, woher das Geld kam und wohin es ging.
Zahlungsmittelveränderung = operativer + Investitions- + Finanzierungs-Cashflow
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Liquiditätsgrade
Die Liquiditätsgrade setzen unterschiedlich schnell verfügbare Vermögensteile ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Sie beantworten, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungspflichten aus vorhandenen Mitteln bedienen könnte.
Liquidität 1. Grades = flüssige Mittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten
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OPOS
OPOS steht für „offene Posten“ — Rechnungen, die gestellt, aber noch nicht bezahlt sind. Die OPOS-Liste zeigt den Bestand dieser Forderungen und Verbindlichkeiten zu einem Stichtag.
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Personalkostenquote
Die Personalkostenquote setzt die Personalkosten ins Verhältnis zur Gesamtleistung. Sie zeigt, wie stark die Wertschöpfung eines Unternehmens von der Arbeit seiner Beschäftigten abhängt.
Personalkostenquote = Personalkosten ÷ Gesamtleistung
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Rohertrag
Der Rohertrag ist die Gesamtleistung eines Unternehmens abzüglich des Material- und Wareneinsatzes. Er zeigt, wie viel vom Umsatz übrig bleibt, bevor Personal- und sonstige Kosten abgezogen werden.
Rohertrag = Gesamtleistung − Material- und Wareneinsatz
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Vorläufiges Ergebnis
Das vorläufige Ergebnis ist der rechnerische Überschuss oder Fehlbetrag einer unterjährigen Auswertung. Es ist ausdrücklich nicht der Gewinn, weil Abgrenzungen, Rückstellungen und oft auch Abschreibungen noch fehlen.
Vorläufiges Ergebnis = Rohertrag − Personalkosten − sonstige Kosten − Abschreibungen
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BWA-Lesehilfe
Deine BWA in 15 Minuten verstehen
- Die sieben Zeilen, auf die es ankommt — und welche du überspringen darfst
- Fünf Kennzahlen mit Formel, Beispielrechnung und typischem Zielwert
- Drei Warnsignale, die man in der BWA sehen kann, bevor sie wehtun
- Warum die BWA nie zum Kontostand passt und was das bedeutet