Personalkostenquote
Die Personalkostenquote setzt die Personalkosten ins Verhältnis zur Gesamtleistung. Sie zeigt, wie stark die Wertschöpfung eines Unternehmens von der Arbeit seiner Beschäftigten abhängt.
Formel
Personalkostenquote = Personalkosten ÷ Gesamtleistung
Die aussagekräftigere Variante
Die übliche Quote bezieht die Personalkosten auf die Gesamtleistung. Aussagekräftiger ist in vielen Betrieben die Quote bezogen auf den Rohertrag: Sie sagt, welcher Anteil der eigenen Wertschöpfung in Löhne fließt — unabhängig davon, wie viel Material durchgereicht wurde.
Beispiel
Personalkosten 105.000 €, Gesamtleistung 300.000 €, Rohertrag 180.000 €.
- Quote von der Gesamtleistung: 105.000 ÷ 300.000 = 35 %
- Quote vom Rohertrag: 105.000 ÷ 180.000 = 58 %
Steigt der Materialanteil, sinkt die erste Quote — ohne dass sich am Personal etwas geändert hätte. Die zweite Zahl bleibt stabil und ist deshalb die bessere Steuerungsgröße.
Wo steht das in deiner BWA?
Die Personalkosten stehen als eigener Block, meist mit Untergliederung nach Löhnen, Gehältern und Sozialabgaben. Die Quote selbst weisen manche Auswertungen in einer Prozentspalte aus; sonst rechnet man sie in zehn Sekunden selbst.
Die häufigste Fehldeutung
„Unsere Personalkostenquote ist zu hoch.“ Ohne Branchenbezug ist das keine Aussage. In einer Beratung sind 60 % normal, im Handel wären sie existenzbedrohend. Wichtiger als der absolute Wert ist die Richtung über drei Monate: Ein Monat ist Zufall, drei sind ein Muster.
Verwandte Begriffe
Die Bezugsgrößen erklären Rohertrag und Gesamtleistung. Wie die Quote monatlich mitläuft, steht unter BWA verstehen.
Yupana rechnet die Quote monatlich mit und zeigt den Verlauf statt eines Einzelwerts.
BWA verstehenZuletzt geprüft:
Verwandte Begriffe
- Rohertrag Der Rohertrag ist die Gesamtleistung eines Unternehmens abzüglich des Material- und Wareneinsatzes. Er zeigt, wie viel vom Umsatz übrig bleibt, bevor Personal- und sonstige Kosten abgezogen werden.
- Vorläufiges Ergebnis Das vorläufige Ergebnis ist der rechnerische Überschuss oder Fehlbetrag einer unterjährigen Auswertung. Es ist ausdrücklich nicht der Gewinn, weil Abgrenzungen, Rückstellungen und oft auch Abschreibungen noch fehlen.
- BWA Die BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) ist eine monatliche Aufstellung auf Basis der laufenden Buchführung: Umsatz, Kosten nach Gruppen und das vorläufige Ergebnis. Sie ist keine Bilanz und kein Jahresabschluss, sondern eine Zwischenstandsmeldung.