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Rohertrag

Der Rohertrag ist die Gesamtleistung eines Unternehmens abzüglich des Material- und Wareneinsatzes. Er zeigt, wie viel vom Umsatz übrig bleibt, bevor Personal- und sonstige Kosten abgezogen werden.

Formel

Rohertrag = Gesamtleistung − Material- und Wareneinsatz

Warum der Rohertrag die wichtigste Zeile im Alltag ist

Der Umsatz sagt, wie viel verkauft wurde. Der Rohertrag sagt, ob sich das gelohnt hat. Er ist die erste Zeile der BWA, die auf Einkaufspreise, Sortimentsverschiebungen und Rabatte reagiert — und zwar sofort, während das vorläufige Ergebnis dieselbe Veränderung erst zwei Monate später sichtbar macht.

Beispiel

PositionBetrag
Umsatzerlöse298.400 €
Bestandsveränderung1.600 €
Gesamtleistung300.000 €
Material- und Wareneinsatz120.000 €
Rohertrag180.000 €

Die Rohertragsquote beträgt 180.000 ÷ 300.000 = 60 %. Diese Quote ist aussagekräftiger als der absolute Betrag, weil sie sich zwischen Monaten vergleichen lässt.

Wo steht das in deiner BWA?

In der kurzfristigen Erfolgsrechnung steht der Rohertrag direkt unter dem Materialaufwand, meist etwa im oberen Drittel. Manche Kanzleien nennen ihn „Rohergebnis“ oder „Bruttoergebnis“ — gemeint ist dasselbe. Fehlt die Zeile, lässt sie sich aus Gesamtleistung minus Materialaufwand selbst rechnen.

Die häufigste Fehldeutung

„Der Rohertrag ist gesunken, also läuft es schlechter.“ Nicht zwingend: Ein Auftrag mit hohem Materialanteil senkt die Rohertragsquote, kann aber trotzdem Gewinn bringen. Aussagekräftig wird die Zahl erst im Vergleich zum Vorjahresmonat — nicht zum Vormonat, weil fast jeder Betrieb saisonal arbeitet.

Verwandte Begriffe

Verwandt sind der Deckungsbeitrag, der enger abgrenzt, und die Gesamtleistung als Bezugsgröße. Wie beide in der Auswertung zusammenwirken, steht unter BWA verstehen.

Yupana rechnet den Rohertrag aus deiner BWA und zeigt die Positionen, aus denen er entsteht.

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