Zum Inhalt springen

Cashflow

Der Cashflow ist der Saldo aus Ein- und Auszahlungen eines Zeitraums. Anders als das Ergebnis der Erfolgsrechnung zeigt er, wie viel Geld tatsächlich geflossen ist.

Formel

Operativer Cashflow = Ergebnis + Abschreibungen ± Veränderung Working Capital

Zwei Wege zum selben Ergebnis

Indirekte Methode — Ausgangspunkt ist das Ergebnis aus der Erfolgsrechnung. Alles, was das Ergebnis beeinflusst hat, ohne Geld zu bewegen, wird herausgerechnet. Das ist der Weg, den Jahresabschlüsse gehen, und der einzige, der sich aus einer BWA nachvollziehen lässt.

Direkte Methode — es zählt nur, was auf dem Konto passiert ist. Ehrlicher, aber aufwendiger: Man braucht die Kontobewegungen, nicht nur die Auswertung.

Beispiel (indirekt)

PositionBetrag
Vorläufiges Ergebnis21.000 €
+ Abschreibungen9.000 €
+ Zunahme Rückstellungen2.000 €
− Zunahme Forderungen15.000 €
− Zunahme Vorräte8.000 €
+ Zunahme Verbindlichkeiten6.000 €
Operativer Cashflow15.000 €

Aus 21.000 € Ergebnis werden 15.000 € Cashflow — die Differenz steckt in offenen Rechnungen und im Lager.

Wo steht das in deiner BWA?

Nicht als Zeile. Die Bausteine stehen dort (Ergebnis, Abschreibungen), die Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten aber nur in der Summen- und Saldenliste oder im Jahresabschluss. Deshalb ist der Cashflow der Punkt, an dem die BWA allein nicht mehr reicht.

Die drei Posten, die regelmäßig fehlen

  1. Tilgung — zahlungswirksam, aber kein Aufwand. Sie gehört in den Finanzierungs-Cashflow und fehlt im operativen.
  2. Investitionen — der Maschinenkauf taucht im operativen Cashflow nicht auf, verschiebt aber den Kontostand erheblich.
  3. Privatentnahmen — in Personengesellschaften der am häufigsten übersehene Abfluss.

Verwandte Begriffe

Zur Abgrenzung siehe EBITDA und Kapitalflussrechnung. Für die Vorschau statt der Rückschau: Liquiditätsplanung.

Beide Methoden zum Ausprobieren, mit Erklärung zu jeder Zeile.

Zum Cashflow-Rechner

Zuletzt geprüft:

Verwandte Begriffe